8. September 2016

Verhinderung von Vollmachtsmissbrauch

Vorsorgevollmachten und Kontovollmachten sind anfällig für einen Vollmachtsmissbrauch, sobald der Vollmachtgeber sich nicht mehr selbst um seine Angelegenheiten kümmern kann. Hier finden Sie Anregungen, wie Sie das Risiko einschränken.

Auswahl des Bevollmächtigten

Die Beste Vorsorge gegen einen Vollmachtsmissbrauch ist die Auswahl eines geeigneten Bevollmächtigten. Wenn Ihnen dazu niemand zur Verfügung steht, können Sie auch einen VorsorgeAnwalt beauftragen.

Behalten der Vollmachtsurkunde

Einen gewissen Schutz erreichen Sie, wenn Sie die Vollmachtsurkunde zunächst bei sich behalten. Dann kann der Bevollmächtigte die Vollmacht wenigstens nicht missbrauchen, solange es Ihnen noch gut geht. Wenn der Vorsorgefall aber eintritt, dann muss der Bevollmächtigte auch an die Urkunde gelangen, damit er sich kümmern kann. Was nützt es Ihnen, wenn Sie den Bevollmächtigten beschränken, solange Sie ihn noch überwachen können, wenn er dann freie Hand hat, sobald sie das nicht mehr können?

Beschränkung der Vollmacht

Sie können bestimmte wichtige Rechtsgeschäfte von der Vollmacht ausnehmen. Dann ist notfalls aber dafür eine Betreuung erforderlich. Sie können auch bestimmen, dass für bestimmte Rechtsgeschäfte die Zustimmung eines weiteren Bevollmächtigten erforderlich ist. Typische Beispiele sind Immobiliengeschäfte, bestimmte Konten, schwierige medizinische Fragen und die Freiheitsentziehung.

Kontrollbevollmächtigung

Sie können Ihrem Bevollmächtigten einen sogenannten Kontrollbevollmächtigten zur Seite stellen. Dieser kontrolliert in bestimmten Zeitabständen, ob der Bevollmächtigte seine Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt. Andernfalls ergreift er die erforderlichen Schritte. Als Kontrollbevollmächtigter empfiehlt sich insbesondere ein VorsorgeAnwalt.

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